KA2: Der Kaufmann von Venedig 2.0: Ein Beitrag zur Bekämpfung von Ausgrenzung und der Förderung von Toleranz und Offenheit in Europa

Im Rahmen unseres geplanten Projektes (Der Kaufmann von Venedig 2.0: Ein Beitrag zur Bekämpfung von Ausgrenzung und der Förderung von Toleranz und Offenheit in Europa)  soll ein gemeinsames Theaterstück entwickelt werden. Grundlage dafür bildet Shakespeares „Der Kaufmann von Venedig“. Geplant ist, dass das Stück in eine moderne Sprache und ein modernes Setting transferiert und gemeinsam mit allen Partnern geplant und durchgeführt wird. Fokussiert werden sollen dabei folgende Themenschwerpunkte: Rassismus, Ausgrenzung, Integration, Förderung des Zusammenhalts, Toleranz und Offenheit.

Neben den uns bereits bekannten Partnerschulen aus Barcelona und Civitavecchia, konnten wir auch zwei neue Partnerschulen für dieses Projekt gewinnen. Insgesamt ergibt sich dadurch folgende strategische Schulpartnerschaft:

Die Notwendigkeit des Projektes besteht zum einen darin, jungen Menschen den europäischen Gedanken zu vermitteln und die Gesellschaft vor Ausgrenzung zu schützen und zum anderen gleichzeitig Offenheit, Toleranz und Integration zu fördern. Insgesamt wird der Auf- und Ausbau der Schlüsselqualifikation Europakompetenz fokussiert. Europakompetenz wird in unserem Projekt definiert als die Qualifikation, welche Offenheit, Toleranz und Akzeptanz gegenüber anderen Kulturen, Religionen, politischen Ansichten, der sexuellen Identität, der Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern und den individuellen Lebensstilen fördert. Der europäische Gedanke steht dabei im Vordergrund. Gerade im Hinblick auf die immer noch aktuellen Herausforderungen der Integration von Geflüchteten in Europa sowohl in den Schulen als auch in der Gesellschaft besteht bei jungen Menschen Aufklärungsbedarf. Daher sollen insbesondere auch Schülerinnen und Schüler (SuS) mit Migrationshintergrund verstärkt in das Projekt eingebunden werden. Weiterhin ist in der Gegenwart in Europa wieder eine zunehmend anti-demokratische Entwicklung wahrnehmbar. Das beantragte Projekt soll dieser Entwicklung entgegensteuern, indem Berührungsängste, Barrieren und Vorurteile abgebaut werden sollen. Gleichzeitig soll Toleranz und Offenheit gegenüber anderen Kulturen, Religionen, politischen Ansichten und individuellen Lebensstilen gefördert werden. Da alle Partnerschulen mit der Schwierigkeit einer sehr heterogenen Schülerschaft konfrontiert sind, ist zu erwarten, dass sich durch die Teilnahme am Projekt hier konkrete Veränderungen innerhalb der Schülerschaft ergeben. Diese Verhaltensänderungen sollen vor allem zu einem demokratischen und harmonischen Miteinander beitragen. Zentrales Ziel des Projektes soll neben der Stärkung des europäischen Zusammenhalts auch der Abbau von Vorurteilen
sein. Im Vordergrund stehen dabei zum einen die Sensibilisierung von jungen Menschen im Hinblick auf Rassismus und Ausgrenzung sowie die Kompetenzstärkung und –weiterentwicklung von Toleranz. Zum anderen sollen Barrieren abgebaut und Ängste genommen werden. Die Entwicklung einer ganzheitlichen Schlüsselqualifikation als
Europakompetenz steht dabei im Vordergrund.

Die Phase 1 soll dem Themengebiet „Grenzen und Ausgrenzung“ gewidmet werden. Dazu werden die Partnerschulen ihre individuellen Erfahrungen mit Grenzen und Ausgrenzung erarbeiten und diese im Rahmen des ersten Projekttreffens schildern. Ziele sind nicht nur die Darstellung von individuellen Erfahrungen, sondern auch die Überlegungen, wie Grenzen und Ausgrenzung überwunden werden können. Dazu sollen alle Partnerländer betrachtet werden.

In Phase 2 soll das Setting des Stücks erarbeitet werden. Die Partnerschulen werden zusammen erarbeiten, wie die Kostüme und das Bühnenbild aussehen könnten. Dazu soll eine Besichtigung des Theaters in Barcelona stattfinden. Ziel dieser Projektphase soll sein, wie das Stück in der heutigen Zeit platziert werden kann.

In Phase 3 soll gemeinsam die Licht- und Toninstallation erarbeitet werden. Zu beachten ist dabei, dass sowohl Licht als Antragsrunde 2020, Antragsrunde 1, KA2 – Zusammenarbeit zur Förderung von Innovation und zum Austausch über bewährte Verfahren auch Ton dramaturgische Effekte erzeugen sollen. Die Aufgabe der Partner ist dabei die Erarbeitung von speziellen für das Stück konstruierten Effekten.

In Phase 4 soll das Marketingkonzept und der Trailer erarbeitet werden. Dazu erarbeiten die Partner gemeinsam verschiedene Ideen und überlegen, wie und wo das Marketing platziert werden soll.

In Phase 5 soll das Catering für den Abend der Aufführung erarbeitet werden. Auch dieses soll gemeinsam von den beteiligten SuS erarbeitet werden. Weiterhin sollen während der Phasen 3 bis 5 einzelne Teilausschnitte geübt und wenn möglich auch vor Publikum aufgeführt werden.

In Phase 6 soll die finale Aufführung stattfinden. In dieser Phase werden letzte Abstimmungsproblematiken gemeinsam behoben.

In Phase 7 sollen neben der Evaluation des Projekts auch Handreichungen für die Umsetzung solcher Projekte gemeinsam erarbeitet werden. Zudem sollen Möglichkeiten erarbeitet werden, wie die erarbeiteten Inhalte für Schulen unterrichtsrelevant weiter genutzt werden können.

Generell lässt sich sagen, dass alle Aktivitäten immer unter dem Fokus der europäischen Zusammenarbeit stehen und dass durch die Zusammenarbeit der SuS und der  Konfrontationen untereinander sowie der gemeinsamen Entscheidungsfindung stets die individuellen Projektziele gefördert werden. Im Vordergrund steht dabei stets die
Entwicklung der Europakompetenz.

Anzumerken ist, dass dieses Projekt aufgrund der Corona-Pandemie zunächst online startet.

Hier finden Sie Informationen zum aktuellen Projektstand und den Projektergebnissen.

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Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben.

                                              

 

 

 

 

 

 

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